Der Ungeist des Modernismus

Die Gottesmutter spricht zu Mutter Lex:
"Meine Kinder, wenn ihr mir nicht helft durch Gebet und Buße, durch Opfer und Sühne, dann bekommt Satan solche Macht in der Kirche, dass er seine schrecklichsten Pläne verwirklichen kann. Ich habe es schon in Fatima gesagt. Aber man hat es nicht ernst genommen. Es hätte sich nicht der Ungeist des Modernismus in die Kirche eingeschlichen, wenn ihr meinem Ruf zu Gebet und Buße Folge geleistet hättet. Der moderne Ungeist ist durch Satans List in die Kirche eingedrungen und richtet so viel Schaden darin an. Und fast niemand will das erkennen. Nur durch Gebet und Buße, meine Kinder, durch strenge Buße, könnte dieser verderbliche Ungeist ausgetrieben werden. Nun muss es dazu kommen, denn nur durch viel Opfer und Sühne Schuldiger und Unschuldiger kann die Kirche wieder von diesem Ungeist gereinigt werden."

Die Muttergottes meint natürlich mit dem Ungeeist den Modernismus, der unter dem Hl. Papst Pius X. so streng bekämpft und verboten wurde. Jeder Priester musste früher den Antimodernisteneid bei jeder Amtsübernahme leisten. Und es wurde von allen Bischöflichen Ordinariaten und Ämtern streng darauf geachtet, dass in keiner Weise der Modernismus einschleichen konnte. Und heute? - Vom Modernismus und seinen Gefahren ist überhaupt keine Rede mehr, als gäbe es den Modernismus gar nicht mehr. Dabei ist der Modernismus auf tausend Schleichwegen unter vielen positiven Bezeichnungen ... überall und radikal eingedrungen.

Kurze Erklärung zum Modernismus:

Der Modernismus wollte um die Jahrhundertwende die christlichen Glaubenslehren mit den modernen Wissenschaften vereinbaren. - Der Modernismus ist eine Zusammenfassung aller Irrlehren, sagt Papst Pius X. Es sollten im Modernismus alle bedeutenden philosophischen Lehren mit der Lehre der Kirche vereinigt werden. Da gibt es eine Reihe bedeutender Philosophien. Wir wollen nur zwei hervorragende herausgreifen: den Evolutionismus (alles ist Entwicklung) und den Agnostizismus, wonach übernatürliche Ereignisse nicht sicher erkannt werden können, auch Gott, Himmel und Hölle nicht. Vieles ist danach sehr fraglich, wie z.B. die Hölle. Auch der Glaube des Christen ist demnach einer Entwicklung unterworfen und birgt viele Unsicherheiten. Zwar sei es der Drang des Menschen, religiöse Aussagen sinnlich darzustellen. So wären die Sakramente entstanden. Sie seien nur Ausdrücke, keine Wirklichkeit. So wäre es z.B. undenkbar, dass Jesus im Brote zugegen sein sollte. Das sei nur eine Darstellung. - Wunder kann es danach praktisch nicht geben. Das Widerspreche den strengen Gesetzen der Natur, die nicht verändert werden könnten.

Jesus spielt zwar danach eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des Religiösen. Von ihm hat ja das Christentum seinen Namen. Aber dieser Jesus sei auch nur ein Entwicklungsschritt hin zur Vollendung des Paradieses, eines irdischen Paradieses, wohin ja die ganze Welt und Menschheit sich wieder entwickle. Für eine Übernatur, die ja unsicher und auch unfassbar ist, habe dieser Jesus keine Bedeutung.

Es ist nun nach der Lehre des Modernismus höchste Zeit, dass die Kirche sich nicht nur der modernen Wissenschaft und Philosophie aufschließt, sondern sich mit ihr vereint. Sonst könne die Kirche nicht mehr ernstgenommen werden. Sie werde in wenigen Jahren überholt und vergessen sein. Darum müsse die Kirche sich anpassen, vor allem durch Verweltlichung in den Priestern, in den Sakramenten und überhaupt im kirchlichen Leben. Sie könne natürlich ihren kirchlichen Schmuck und ihre Zeremonien beibehalten. Aber das dürfe nicht mehr übernatürlich betont werden. Das wäre unglaubwürdig, denn sicher sei nichts. Offenbarungen aus dem Jenseits und Wunder müssten radikal schweigen.

Das ist ungefähr, mit kurzen und einfache Worten ausgedrückt, die Lehre des Modernismus. Wenn wir ein bißchen Augen und Ohren öffnen, dann erkennen wir überall in der Kirche, dass diese Lehre wie eine Pest zu wuchern angefangen hat. (Das war schon 1986. K.N.) Besonders können sich die Lehrer der Theologie nicht genugtun, ja immer wieder in verschiedenen Lehrweisen auf diese Wege hinzuweisen, damit sie ja nicht als rückständig und unmodern gelten.

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So sagt die Muttergottes:
"Ich bitte euch, seid bereit zum Kreuztragen! Meinen lieben Kindern muss ich Kreuze aufladen, die schwer und tief sind wie das Meer. Ich liebe sie in meinem geopferten Sohn. Es liegt an euch, meine Kinder, dass ihr durch eure Opfer die Tage der Dunkelheit abkürzt."

Die Tage der Dunkelheit in der Kirche meint die Mutter Gottes. Wenn sie dafür heute so viel Opfer und Buße erbittet, dann sollen wir erkennen, es geht um etwas Großes. Es geht um die Rettung unsterblicher Seelen für die Ewigkeit (und um die Rettung der wahren Kirche Jesu Christi. K.N.). Denn diejenigen, die in den Ungeist des Modernismus versunken sind, versinken auch in das Unheil der Verdammnis, wenn sie nicht durch Opfer und Buße noch gerettet werden können. Den Ungeist des Modernismus mit dem Verstand bekämpfen zu wollen ist fast unmöglich, denn der Modernismus thront auf so hohen und alles übertreffenden Gelehrsamkeiten, dass jeder, der dagegen ein Wort zu sagen wagt, wie ein jämmerlicher Unwissender von der Stelle gefegt wird. Der muss froh sein, wenn er nicht total erledigt wird. Den hohen Stolz Satans hier antasten zu wollen, das kann sehr gefährlich werden. Das kann nur durch Opfer und Buße überwunden werden, vielfach nur durch schwerste Opfer, die auf uns zukommen. Wundern wir uns nicht. Denken wir an Christus am Kreuz. Wie hat er die Macht Satans überwinden müssen!......

Schon der Völkerapostel musste ein hartes Wort sprechen:
"Viele wandern, wie ich schon oft gesagt habe und jetzt unter Tränen sage, als Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist das Verderben. Ihr Gott ist der Bauch. Ihr Ruhm besteht in ihrer Schande. Ihr Sinn ist nur auf das Irdische gerichtet."

Dazu braucht es keine Erklärung. Nur trösten sollte uns ein Wort des Apostels: "Die Leiden dieser Zeit sind gar nicht zu vergleichen mit der Herrlichkeit, die wir dadurch gewinnen können."

Aus: Mystische Erlebnisse. Licht über Eisenberg. Autor des Buches: Pfarrer Hermann Wagner. Erschienen im Mediatrix-Verlag Altötting
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